Eine «Limit Order» oder ein limitierter Auftrag wird verwendet, wenn zu einem bestimmten Wechselkurs eine Fremdwährung gekauft oder verkauft werden soll. Die Überwachung und Ausführung wird dabei der Bank respektive dem Währungspartner übergeben.

Wie kann ein limitierter Auftrag eingesetzt werden?

Die nachfolgenden Beispiele sind aus der Sicht der Muster AG, welche als Importeur EUR-Bedarf hat respektive EUR versus CHF kauft. Die Muster AG kalkuliert beim Verkauf der Waren mit einem EUR/CHF-Wechselkurs in der Höhe von 1.1500 (Kalkulationskurs).

  • Verlust begrenzen («Stop Loss»)
    Der Finanzchef der Muster AG geht davon aus, dass der EUR schwächer wird und der EUR/CHF-Wechselkurs sinkt. Jedoch möchte er verhindern, dass bei einem Kursverlauf zu Ungunsten der Muster AG (steigender EUR/CHF), die Kosten zu hoch werden. Daher setzt er eine Stop Loss-Order ein. Mit einem limitierten Auftrag bei einem Wechselkurs von 1.1500 (gestrichelte Linie) wird sichergestellt, dass der EUR-Kauf nicht zu einem Wechselkurs oberhalb desKalkulationskurses ausgeführt wird. Der Anbieter, beispielsweise AMNIS, überwacht dabei die Ausführung 24 Stunden.
    Die Muster AG hat dadurch die Risiken abgesichert und kann dennoch von einem allfälligen positiven Kursverlauf profitieren.
    Limit Order


  • Gewinn sichern («Take Profit»)
    Ein limitierter Auftrag kann jedoch auch eingesetzt werden um den Gewinn zu sichern. In unserem Beispiel profitiert der Finanzchef aufgrund des Kalkulationskurses von Kursen unter EUR/CHF 1.1500. Da der Wechselkurs im Begriff ist weiter zu sinken und der Verantwortliche keine Zeit hat den Kurs zu überwachen, erfasst er einen Limit-Order bei 1.1300. Sobald nun am Interbankenmarkt der Wechselkurs die definierte Limite berührt, kauft die Muster AG automatisch den festgelegten EUR-Betrag und sichert dadurch den vorteilhaften Wechselkurs.
    Bei einem Kursverlauf zu Gunsten der Muster AG wird in diesem Szenario demnach der Gewinn gesichert.
    Chart mit Limit

Wann wird ein limitierter Auftrag ausgeführt?

Eine Limit-Order wird ausgeführt, sobald am Interbanken-Markt der Wechselkurs die definierte Limite berührt.

Ab welchem Betrag können limitierte Order eingesetzt werden?

Bei Banken ist dieses Instrument üblicherweise erst ab Beträgen grösser als CHF 250’000 verfügbar. Bei AMNIS können limitierte Aufträge elektronisch erteilt werden und stehen bereits ab einer Transaktionsgrösse im Gegenwert von CHF 10’000 zur Verfügung.

Wie lange ist ein limitierter Auftrag gültig?

Bei der Auftragserteilung wird ein Verfallsdatum erfasst. Eine Limit-Order ist somit solange gültig, bis sie entweder ausgeführt wurde oder das Verfallsdatum erreicht wurde.

Welche Risiken bestehen?

Falls sich der Wechselkurs entgegen den Erwartungen des Auftraggebers entwickelt, muss die Fremdwährung möglicherweise zu einem anderen Wechselkurs getauscht werden. Dieses Risiko besteht, wenn limitierte Geschäfte zur Sicherung des Gewinnes eingesetzt werden («Take Profit»).

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