Das Spannungsfeld zwischen Betriebskapital, Profitabilität und Sicherheit ist in jedem Unternehmen bewusst oder unbewusst ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensführung. Die Artikelserie KMU-Finanzen befasst sich mit der finanzorientierten Sicht auf ein KMU. In der Serie werden verschiedene Messgrössen als Controlling-Instrumente vorgestellt.

Umsatzrentabilität

«Wieviel Gewinn wird pro Franken Umsatz verdient?»

Nachhaltig profitabel zu wirtschaften ist das langfristige Ziel jedes Unternehmens. Zur Beurteilung der Profitabilität können verschiedene Kennzahlen verwendet werden. Die Bruttomarge ist üblicherweise als prominenteste Steuerungsgrösse jederzeit bekannt. Aber um ein ganzheitliches Bild zu erhalten, sollten auch andere Messgrössen beleuchtet werden:

Grafik Umsatzrentabilität

Obwohl beispielsweise die Reingewinn-Marge (Reingewinn %) für den Eigentümer eine zentrale Grösse ist, sagt die EBIT-Marge mehr über die operative Leistungsfähigkeit des Unternehmens aus. Unabhängig von der Finanzierungsstruktur lässt sich damit die Wertschöpfung messen.

Wir empfehlen ein besonderes Augenmerk auf die Entwicklung der Messgrössen zu richten. In der Steuerung des Unternehmens wird es für Sie viel relevanter sein, die Gründe für die Veränderungen zu kennen als das absolute Niveau. Dadurch können Sie rechtzeitig Massnahmen ergreifen und Ihr Unternehmen auf Kurs halten.

Gewinn versus Liquidität

«Trotz höherem Jahresgewinn reicht die Liquidität nicht für eine angemessene Dividende! Wie kann das sein?»

Ein Vergleich zwischen dem ausgewiesenen Ertrag vor Steuern und Abschreibungen (EBITDA) und dem operativen Cash Flow bringt Licht in diese Situation. So bindet beispielsweise das Wachstum auf verschiedenen Ebenen Kapital. Die nachfolgende Darstellung illustriert diesen Sachverhalt:

Grafik Gewinn versus Cash Flow

Im Beispiel binden die höheren Debitorenausstände und die Lagerzunahme mehr Kapital als im Vorjahr. Dadurch weicht der Bruttoertrag (EBITDA) wesentlich von den effektiv liquiditätswirksamen Einnahmen (operativer Cash Flow) ab.

Der nächste Artikel dieser Serie beleuchtet das Thema Betriebskapital. Verpassen Sie nichts und melden Sie sich für unseren Newsletter an.

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