Die technischen Entwicklungen der letzten Jahre ermöglichen es auf verschiedenen Ebenen Prozesse zu vereinfachen. So entstanden beispielsweise webbasierte Buchhaltungs- und ERP-Systeme, welche nicht nur kosteneffizient sind, sondern auch eine Vielzahl von Anbindungs- und Zusammenarbeits-Optionen bieten. Darüber hinaus sind mittlerweile die Systemlandschaften entweder cloudbasiert oder via Internet mit zahlreichen Applikationen im Austausch.

Die Liquiditätsplanung wurde bis anhin von dieser Entwicklung weitgehend ausgelassen. Dies obwohl gerade in diesem Bereich die Nutzung neuer Technologien wesentliche Vorteile bietet.

Basierend auf den Daten des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO sind 9 von 10 Konkursen auf einen Liquiditätsengpass zurückzuführen. Eine sorgfältige Budgetplanung könnte dies in vielen Fällen verhindern. Häufig fehlen jedoch die Ressourcen, das Know-How und die technischen Voraussetzungen. Obwohl also eine durchdachte Planung für den Fortbestand eines Unternehmens sehr zentral ist, wird sie oft nur unregelmässig aktualisiert oder es wird ganz darauf verzichtet.

Die Recherche in gängigen Suchmaschinen führt beim Begriff „Liquiditätsplanung“ zu einer beachtlichen Anzahl Treffer mit Excel-Vorlagen. Diese Templates sollten die Liquiditätsrechnung vermeintlich vereinfachen. Dieses Ergebnis erstaunt grundsätzlich nicht, da Excel sowohl bei KMU wie auch bei Grosskonzernen das am meisten verwendete Hilfsmittel für die Liquiditätsplanung ist.


Kritische Betrachtung der Excel-Lösungen

Die Flexibilität von Excel ist unschlagbar. Aber gerade das erhöht die Komplexität unnötig und erschwert den Prozess. Die manuelle Daten-Erfassung und -Überprüfung kosten Zeit und können zu Fehlern führen. Des Weiteren ist eine Excel-Planung in der Regel wenig strukturiert. Die Qualität ist oftmals vom fachlichen und technischen Know-How einer Einzelperson abhängig. Die Abstimmung zwischen IST- und Plandaten ist nur schwer zu bewerkstelligen. Schlussendlich führt dies dazu, dass der etablierte Prozess nur noch durch den Ersteller selbst verstanden wird. Nicht unwesentlich ist zudem, dass gerade bei kleinen Unternehmen häufig auch das Know-How oder die Zeit für eine regelmässige Planung fehlt.

Ungenutzte Potenziale

Die Entwicklung der letzten Jahre ermöglicht es mittlerweile die Liquiditätsplanung weitgehend zu automatisieren. Die heutige Systemlandschaft eines Unternehmens lässt erhebliche Vereinfachungen in der Aufbereitung und der Zusammenarbeit zu:

  • API (Programmschnittstellen)
    Anstelle der manuellen Datenerfassung in Excel ist es naheliegend, Schnittstellen zu nutzen um die IST-Daten für die Liquiditätsrechnung jederzeit aktuell zu halten
  • Cloud-Zusammenarbeit
    Eine auf Schnittstellen basierende Web-Lösung ermöglicht es die fachliche Begleitung an Drittpersonen mit ausgewiesener Erfahrung zu delegieren (Bspw. Treuhänder). Darüber hinaus kann die Planung für definierte Adressaten zugänglich gemacht werden. Oder aber im Falle einer Firmengruppe ist eine Bottom-Up-Planung denkbar, welche von verschiedenen Personen erstellt und in der Zentrale automatisiert konsolidiert wird.
  • Qualität durch Standardisierung
    Obwohl eine flexible Excel-Lösung Vorzüge hat, macht es grundsätzlich mehr Sinn eine von Experten entwickelte Software-Lösung zu verwenden, welche die Daten plausibilisiert und stetig weiterentwickelt wird. Dies vereinfacht nicht nur die Diskussion mit Kapitalgebern, sondern gibt Ihnen die Sicherheit sämtliche Eventualitäten berücksichtigt zu haben. Auch sollte eine fortschrittliche Planung mögliche Stress-Szenarien prüfen: Wissen Sie beispielsweise, welche Liquiditätseffekte eine Veränderung der Marge, des Umsatzes oder der Debitoren-Tage für Ihr Unternehmen mit sich bringen?
  • Know-How
    Das Internet ermöglicht es, wie kaum eine andere Innovation, Wissen verfügbar zu machen. So gibt eine webbasierte Lösung idealerweise nicht nur Hinweise zu Engpässen oder Überschüssen, sondern kann auch gleich individuell passende Lösungen, Massnahmen oder sogar Produkte vorschlagen.
  • Implementation & Kosten
    Vor einigen Jahren war aufgrund der Kosten und des Implementationsaufwandes einer spezifischen Software eine selbst erstellte Lösung klar im Vorteil. Heutzutage kann eine Software-as-a-Service Lösung für wenig Geld und ohne Implementationsaufwand genutzt werden.

Fazit

Für eine Liquiditätsrechnung basierend auf IST-Daten, welche mit einigen wenigen Annahmen angereichert wird, ist Excel stets eine Option. Eine automatisierte Planung erhöht jedoch die Regelmässigkeit und führt zu einer besseren Strukturierung der Daten. Sobald Plan-/Ist-Vergleiche, Szenarien-Analysen und grosse Datenmengen ins Spiel kommen, erhöht sich zudem die Komplexität und Fehleranfälligkeit einer Excel-Lösung.

Die Nutzung einer spezifischen Software spart zudem einiges an Zeit: Mit dynamischen Reglen und Upload-Schnittstellen erstellt sich die Planung fast von selbst. Zudem verschafft die Nutzung einer webbasierten Lösung den Zugang zu Know-How und ermöglicht die Zusammenarbeit mit Experten. Dies kann gerade in einem derart zentralen Thema wie der Liquiditätsplanung entscheidend sein.

Tipp

AMNIS bietet mit TRESIO eine webbasierte Lösung zur automatisierten Liquiditätsplanung.

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