Das Geschäftsjahr 2016 steht vor der Türe. Im Rahmen der Jahresplanung stellt sich zwangsläufig die Frage zu welchen Wechselkursen Sie Ihre zukünftigen Fremdwährungsvolumen planen sollten.

Gleichzeitig ist dies auch der Zeitpunkt um festzulegen, ob die Absicherung der zukünftigen Fremdwährungsvolumen sinnvoll ist.

Die Antwort auf diese Fragestellung ist abhängig von der individuellen Situation des Unternehmens. Die Preiselastizität der Produkte, respektive die Möglichkeit Wechselkursveränderungen an die Kunden abzuwälzen, das Geschäftsmodell und nicht zuletzt auch die Branche sind dabei mitbestimmend.

Das Ziel jeder Absicherung muss die Erhöhung der Planungssicherheit respektive der Ausgleich von Ergebnisschwankungen sein. Daher lohnt es sich die Ausgangslage im Detail zu betrachten. In einem ersten Schritt gilt es die Währungsrisiken zu bestimmen. Dabei werden folgende Risikoarten unterschieden:

  • Transaktionsrisiken: Zukünftige Transaktionen werden zu einem heute unbestimmten Wechselkurs abgewickelt.
  • Umrechnungsrisiken (Translationsrisiken): Durch die Umrechnung von Bilanzpositionen entstehen ergebniswirksame Währungseffekte.
  • Ökonomische Risiken: Wechselkursveränderungen wirken sich auf Ihre zukünftigen Umsätze und den Wert des Unternehmens aus.

Die Messung respektive Quantifizierung der Risiken ist in der Folge der erste Schritt um die Grundlage für die Entwicklung einer Absicherungsstrategie zu schaffen.

„if you don’t measure it, you can’t manage it“

Basierend auf den festgestellten Risiken und den entsprechenden Risikopositionen können mittels einer Szenarioanalyse die Währungseffekte auf das zukünftige Ergebnis analysiert werden. Falls angebracht stehen in der Folge zur Sicherung des zukünftigen Erfolges verschiedene Handlungsoptionen zur Verfügung:

Natürliche Absicherung (Natural Hedging)

Durch das Matching der Geldflüsse aus Einkäufen und Verkäufen entfällt ein Teil des Risikos. Dies kann auf verschiedene Weise erreicht werden. Die Umstellung der Fakturierungs- oder der Einkaufswährung liegen dabei auf der Hand. Jedoch sind die Effekte einer Umstellung im Detail zu prüfen. So wälzen ausländische Lieferanten die Kosten für eine Währungsumstellung häufig über die Einstandspreise ab.

Klassische Absicherung

Auf der Basis einer definierten Absicherungsquote wird ein fixer Anteil der zukünftigen Transaktionsrisiken periodengerecht abgesichert.

Dynamische Absicherungsstrategie

Dabei wird mittels Roll-Over fortlaufend ein Teil der Folgeperiode abgesichert. Der abgesicherte Wechselkurs verändert sich dadurch im Laufe der Zeit. Diese Strategie ist unabhängig vom Geschäftsjahr und wiederspiegelt die ökonomischen Gegebenheiten besser als eine Einmal-Absicherung.
Null

Fazit

Generell empfehlen wir eine Absicherung stets schrittweise aufzubauen. Zudem erachten wir es als zentral, die Absicherungsquote eher tief anzusetzen um die Flexibilität zu wahren. Wir empfehlen Transaktionsrisiken nur bei verbindlichen Verträgen zu 100% abzusichern.

Mit einer rollierenden Strategie können Ergebnisschwankungen über den aktuellen Planungshorizont hinaus ausgeglichen werden. Zur Optimierung der Absicherungskosten ist in der Wahl der Laufzeit die Zinsdifferenz mitzuberücksichtigen.

Gerne beantworten Ihnen unsere Experten mit langjähriger Erfahrung in der Entwicklung und Umsetzung von Absicherungsstrategien für Unternehmen allfällige Fragen. Wir bieten Ihnen eine detaillierte Analyse Ihrer Risiken und begleiten Sie in der Umsetzung einer individuellen Strategie. Wir sind telefonisch unter Tel 044 515 87 90 für Sie erreichbar oder beantworten Ihre Fragen auch gerne per E-Mail (info@amnistreasury.ch).

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